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Hellmuth

Forschung · 2026-08-17 · 1 Min.

Cannabis-App gegen Psychose

Die Frühintervention bei Psychosen sucht digitale Krücken, weil das Gespräch mit dem Behandler das Kernproblem umgeht.

Eine qualitative Studie in Addiction fragt Patienten und Kliniker in Frühinterventionsdiensten, ob eine cannabisfokussierte App im Behandlungsalltag ankäme. Der Konsum ist in dieser Kohorte hoch, das Ansprechen auf klassische Gesprächsangebote niedrig, weshalb die Forschung nach niedrigschwelligen Werkzeugen greift. Patienten wollen Kontrolle über Preisgabe und Tempo, Kliniker wollen Integration in bestehende Akten, ohne dass die App zur Parallelinstanz wird, in der niemand mitliest. Damit verschiebt sich die Frage weg vom Wirkstoff hin zur Frage, wer die Daten sieht und wer die Deutungshoheit über den Rückfall behält. Die App ersetzt nicht die Therapie, sie ersetzt die Peinlichkeit, den Konsum vor einem Menschen einzuräumen.

Digitalisierung des Beichtstuhls. Der Klerus bleibt derselbe, nur der Beichtende tippt jetzt.

Quelle: PubMed E-Utilities · DOI: 10.1111/add.70581

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