News
Hellmuth

Forschung · 2026-09-06 · 1 Min.

Cannabigerol gegen psychotomimetische Effekte

Ein Nebencannabinoid rückt ins Zentrum präklinischer Antipsychotika-Forschung.

Cannabigerol, kurz CBG, gilt als Randmolekül der Hanfpflanze und wurde in einer aktuellen Tierstudie in Progress in Neuro-Psychopharmacology & Biological Psychiatry auf seine Wirkung gegen psychotomimetisch induzierte Verhaltensänderungen geprüft. Die Autoren berichten, dass CBG die durch psychosetypische Substanzen ausgelösten Verhaltensmuster im Modell abschwächt. Weil die Arbeit auf Verhaltensparadigmen an Nagern beruht, ist eine Übertragung auf klinische Psychosen offen. Anders als bei THC oder CBD, die den Diskurs jahrzehntelang monopolisiert haben, öffnet sich hier eine Flanke, an der pharmakologische Neugier plötzlich wieder produktiver aussieht als weltanschauliche Grabenkämpfe. Sollte sich der Effekt replizieren lassen, verschiebt sich die Frage vom Rausch zum Rezeptorprofil.

Die Cannabis-Debatte lief lange auf zwei Molekülen. Jetzt meldet sich ein drittes zu Wort, und es hat keine Lobby.

Quelle: PubMed E-Utilities · DOI: 10.1016/j.pnpbp.2026.111903

← Alle Meldungen