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Hellmuth

Forschung · 2026-09-09 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Anatomischer Kompass für die Magnetspule

Ein Preprint aus der Depressionsforschung tauscht die statistische Zielsuche gegen individuelle Hirnkartografie.

Repetitive transkranielle Magnetstimulation gegen therapieresistente Depression wirkt umso besser, je näher die Spule jenem Areal im linken dorsolateralen Präfrontalkortex sitzt, das dem subgenualen anterioren Cingulum funktionell entgegenläuft. Bislang wurde dieser Punkt per fMRT patientenindividuell gesucht, was Zeit, Geld und Scannerkapazität frisst. Die Autoren des medRxiv-Preprints, noch nicht peer-reviewed, nutzen stattdessen die anatomische Parzellierung des Human Connectome Project und lokalisieren das Ziel im vorderen Parcel 46, an der Grenze zum Nachbarareal. Fünfzehn Patienten wurden so behandelt, die Ansprechraten bewegen sich im Bereich der aufwendigeren fMRT-Methode, und die vor Beginn gemessene Antikorrelation zwischen Parcel 46 und Cingulum sagte die Response signifikant vorher. Läuft die Methode durch die Replikation, wird individuelle rTMS von der Bildgebungsökonomie entkoppelt.

Die Psychiatrie sucht ihre Ziele endlich dort, wo sie liegen, statt dort, wo die Statistik sie vermutet.

Quelle: medRxiv Psychiatry

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