HELLMUTH · 2026-07-01 · 1 Min.
Zu viele Käufer, zu wenige RTD-Marken
Der Markt für fertig gemixte Dosendrinks kippt vom Wachstumsspiel in ein Verteilungsspiel.
Townsend Ziebold, Managing Director bei Arlington Capital Advisors, hat es Anfang des Monats auf der Beer Marketer's Insights Conference »M&A musical chair game« genannt. Zu viele strategische Käufer jagen zu wenige skalierte Ready-to-Drink-Marken. Skaliert heißt hier: Marken mit belastbarem Umsatz, funktionierender Distribution und einem Portfolio, das über einen einzelnen viralen Sommer hinaus trägt. Davon gibt es weniger, als die Bilanzabteilungen der Bier- und Spirituosenkonzerne bräuchten, um ihre schrumpfenden Kernkategorien zu kompensieren.
Die Konzerne kaufen nicht mehr, weil sie an RTDs glauben, sondern weil sie sonst zusehen müssten, wie Bier und klassische Spirituosen weiter erodieren. Wer bei der nächsten Runde keinen Stuhl bekommt, verliert nicht eine Wachstumsoption, sondern das Anschlussgleis. Entsprechend wird gezahlt, was verlangt wird, und die Bewertungen entkoppeln sich vom operativen Ergebnis der Zielobjekte.
Wachstum, das man kaufen muss, ist kein Wachstum. Es ist die Quittung dafür, dass die eigene Kategorie den Konsumenten verloren hat.
Quelle: BevNet