HELLMUTH · 2026-07-02 · 1 Min.
Trip verlässt den Wellness-Sammeltopf
Die britische CBD-Marke Trip ordnet sich neu, weg vom diffusen »Better-for-you«, hin zu funktionaler Entspannung als eigener Kategorie.
Daniel Khoury und Olivia Ferdi, Gründer und Co-CEOs, beschreiben im BevNet-Gespräch einen Markt, der sich sortiert. Was einmal als vager Gesundheitsimpuls in Regale kam, spaltet sich in Bedarfslagen. Schlaf, Fokus, Ruhe, jede Nische mit eigener Formel und eigenem Preisschild.
Treiber ist die alkoholmoderierende Kundschaft. Wer weniger trinkt, sucht keine Limo, sondern einen Ersatz für das, was Alkohol funktional geleistet hat, nämlich Abschalten auf Knopfdruck. Trip verkauft genau das, in Dose und Flasche, mit CBD und Adaptogenen als Wirkversprechen.
Interessant ist die Kanalstrategie. Statt in den Getränkegang neben Kombucha zu wandern, positioniert sich die Marke bewusst dort, wo früher Feierabendbier stand, in Bars, Hotels, im gehobenen Handel. Der Ort macht das Produkt.
Die Entspannungsdose ist der neue Aperitif der Nüchternen. Bleibt die Frage, wer die Rechnung zahlt, wenn Adaptogene irgendwann so streng reguliert werden wie das, was sie ersetzen sollen.
Quelle: BevNet