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HELLMUTH · 2026-06-08 · 1 Min.

Texas nimmt sich Celsius vor

Der texanische Generalstaatsanwalt prüft, ob Celsius und die Schwestermarke Alani Nu ihre Koffeinbomben gezielt an Minderjährige vermarkten.

Celsius gilt im US-Energy-Segment als Aufsteiger der vergangenen Jahre, getragen von Fitnessästhetik, Pastellverpackung und einer Erzählung, die das Produkt eher als Wellness-Begleiter denn als Stimulans rahmt. Genau diese Rahmung interessiert nun Ken Paxton. Seine Behörde fragt, ob Marketing, Influencer-Kooperationen und Verpackungsdesign jüngere Konsumentinnen ansprechen, obwohl in einer Dose 200 Milligramm Koffein stecken, also die Tagesobergrenze, die US-Pädiater für Jugendliche unter achtzehn ansetzen.

Der Vorgang ist mehr als eine Standortprovinzposse. Texas ist nach Kalifornien der zweitgrößte Getränkemarkt der USA, und ein Verfahren dort zwingt Hersteller faktisch zu nationaler Anpassung. Während die FDA seit Jahren bei Energy Drinks zögert, übernehmen einzelne Bundesstaaten die Regulierung über das Verbraucherschutzrecht. Wer das Produkt als »besser für dich« inszeniert, weil es Zuckerzusatz weglässt und Vitamine zuschüttet, gerät dabei zuerst ins Visier, denn der Health-Halo macht die Substanz nicht weniger pharmakologisch wirksam.

Gesundheitsanstrich entkoffeiniert keine Dose. Er bemalt nur den Deckel.

Quelle: Beverage Daily

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