News
Hellmuth

HELLMUTH · 2026-08-18 · 1 Min.

Matcha will der neue Espresso an der Bar werden

Ein US-Likör verwettet die eigene Expansion darauf, dass sich der Erfolg des Espresso Martini mit grünem Tee wiederholen lässt.

Der Espresso Martini war die profitabelste Barwette der letzten Jahre. Koffein im Glas, verkauft als Cocktail, mit dreistelliger Marge. YOSHI Matcha Liqueur überträgt diese Logik auf Matcha und geht innerhalb eines Jahres vom Zwei-Staaten-Test in die nationale Distribution. Die These ist arithmetisch, nicht kulturell. Wer Matcha Latte trinkt und Espresso Martini bestellt, trinkt auch den Matchatini, wenn ihn jemand hinstellt.

Die Rechnung übersieht, was den Espresso Martini trägt. Er funktioniert, weil er müde Menschen wach macht und dabei nach Dessert schmeckt. Matcha liefert das Koffein langsamer, den Bitterton anders, die Farbe grün statt braun. Grün ist an der Bar historisch das Problemsegment, siehe Absinth, siehe Midori. Was als Cocktail-Kategorie durchbricht, entscheidet nicht der Marketingpitch, sondern die zweite Runde.

Wer Espresso kopieren will, kopiert am Ende meist nur den Zuckergehalt.

Quelle: BevNet

← Alle Meldungen