HELLMUTH · 2026-07-16 · 1 Min.
Der Non-Alc-Markt braucht andere Regeln als der Alkohol
Wer erwachsene alkoholfreie Getränke wie klassische Spirituosen vertreibt, bremst sie aus.
Jill Sites, bis vor Kurzem EVP Sales bei The Pathfinder, hat im Zero Proof Playbook von BevNet skizziert, woran die Kategorie hängt. Ihre Diagnose zielt auf den Vertrieb, nicht auf das Produkt. Non-Alc wird in Distributionsstrukturen gedrückt, die für Wodka und Bourbon gebaut wurden, mit denselben Regalplätzen, denselben Anreizen, derselben Slotting-Logik. Das passt nicht, weil der Käufer weder am Spirituosenregal steht noch dieselben Trigger hat.
Sites plädiert für eigene Platzierungen, eigene Anlässe, eigene Handelsansprache. Die Kategorie wächst dort, wo sie den Alkohol nicht imitiert, sondern eine parallele Gelegenheit besetzt: Mittagessen, Meeting, Auto danach. Wer den Non-Alc-Kunden im Whiskey-Kontext sucht, findet ihn nicht, weil er dort nicht hingeht. Die Handelspartner wiederum brauchen andere Kennzahlen als Fassumsatz pro Türe.
Der Report ist damit weniger ein Wachstums-Rezept als eine Trennungsansage. Non-Alc ist keine Sub-Kategorie der Bar, sondern eine eigene.
Wer Wachstum an der Bar sucht, findet Substitution. Wer ihn daneben sucht, findet einen Markt.
Quelle: BevNet