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Hellmuth

HELLMUTH · 2026-09-02 · 1 Min.

Der Functional-Drink wird spezifisch

Der Markt für funktionale Getränke verlässt die Phase der vagen Wellness-Versprechen und beginnt, Wirkziele zu benennen.

Wo bis vor kurzem »Immunity« oder »Focus« als Etikett genügte, verlangen Käufer inzwischen präzisere Angaben. Schlaf, Stressregulation, Verdauung, kognitive Klarheit werden einzeln adressiert, mit passender Dosierung und benannten Wirkstoffen. Adaptogene, Nootropika und Prebiotika treten aus der Nische in den Kühlschrank des Supermarkts.

Die Formulierungen werden dabei nicht nur genauer, sondern auch mutiger im Geschmack. Bittere Kräuter, fermentierte Basen und ungesüßte Profile finden Publikum, weil sie Ernsthaftigkeit signalisieren. Der Zucker verschwindet, die Funktion tritt in den Vordergrund, das Getränk wird zum Werkzeug.

Hersteller, die weiter mit Regenbogen-Etiketten und Sammelversprechen antreten, verlieren Regalfläche an Marken mit klarer Indikation. Die Kategorie professionalisiert sich schneller, als die etablierten Softdrink-Konzerne mitziehen können.

Funktional heißt nicht mehr Zusatznutzen zum Softdrink. Funktional heißt: der Softdrink ist die alte Kategorie.

Quelle: Beverage Daily

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