HELLMUTH · 2026-10-10 · 1 Min.
Coca-Cola testet präbiotische Varianten seiner Stammmarken
Der Konzern, der Olipop und Poppi erst durch Nachahmung legitimierte, greift jetzt selbst nach dem funktionalen Regal.
Coca-Cola prüft laut BevNet präbiotische Linienerweiterungen seiner Kernmarken. Die Nische, die Olipop und Poppi als Gegenentwurf zur klassischen Limonade aufgebaut haben, wird damit vom Original einkassiert. Funktional ist in diesem Markt längst ein Verkaufsargument ohne Substanz, da ein paar Gramm Agavenfaser aus einer Zuckerlösung kein Verdauungstonikum machen. Für Olipop verschiebt sich damit die strategische Lage, denn die Marke lebte vom Narrativ, die bessere Alternative zur roten Dose zu sein, während die rote Dose nun selbst als bessere Alternative auftritt. BevNet verhandelt im selben Atemzug Mineralwasser als nächsten Mainstream-Kandidaten und dynamische Supermarktpreise, die der Gesetzgeber einzuhegen beginnt. Beide Nebenstränge gehören zum selben Muster, weil Getränkeregale und Preisschilder zunehmend als Verhaltensarchitektur fungieren, nicht als Angebot.
Funktional ist das Etikett, das Zuckerwasser trägt, wenn es erwachsen aussehen will.
Quelle: BevNet