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Hellmuth

HELLMUTH · 2026-10-03 · 1 Min.

Blutorange als Branchenkonsens

Zwei große US-Marken greifen gleichzeitig zur selben Zitrusnote, und das ist kein Zufall.

Liquid Death und Liquid I.V. starten in derselben Woche Blutorangen-Varianten. Daneben kündigt Mingle einen alkoholfreien Espresso Martini an, dazu kuriosere Entwürfe wie koffeinierte Knochenbrühe als heiße Schokolade und ein Produkt namens »Eagleberry«.

Blutorange war lange italienische Nischennote, Granita und Aperitivo. Jetzt wird sie zum Pantone-Chip des US-Getränkeregals, austauschbar zwischen Dosenwasser und Elektrolytpulver. Was Marken synchron aufgreifen, haben sie nicht entdeckt, sondern bei denselben Flavor Houses eingekauft.

Der Non-Alc Espresso Martini schließt die Lücke zwischen Nüchternheitstrend und Cocktailästhetik, ohne eine der beiden Seiten ernst zu nehmen. Bone Broth Cocoa und Eagleberry sind der ehrlichere Teil des Berichts, weil sie wenigstens zugeben, dass dem Markt die Ideen ausgehen.

Eine Zutat wird nicht populär, weil Konsumenten sie entdecken, sondern weil Einkäufer sie gleichzeitig bestellen.

Quelle: BevNet

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