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Hellmuth

Substanz · Isothiocyanat

Sulforaphan

Werbung: Brokkoli-Wirkstoff für Zellschutz und Krebsprävention. Sulforaphan als potentester Nrf2-Aktivator aus der Nahrung.

Wirkung: Sulforaphan entsteht, wenn Glucoraphanin aus Brokkoli mit dem Enzym Myrosinase in Kontakt kommt, also beim Zerkauen oder Zerkleinern der rohen Pflanze. Es ist der potenteste bekannte Nrf2-Aktivator aus der Nahrung. Nrf2 ist der Transkriptionsfaktor, der über zweihundert zytoprotektive Gene hochfährt, darunter die Glutathion-Synthese, die Phase-II-Detoxifikationsenzyme und die antioxidative Abwehr.

Eine chinesische Studie an Aflatoxin-exponierten Erwachsenen zeigt unter Brokkolisprossengetränk klinisch relevant erhöhte Ausscheidung von Benzol-Konjugaten und Acrolein-Metaboliten. Das ist gemessene Entgiftungsbeschleunigung, nicht Marketing.

Bei Autismus verbessert Sulforaphan in einer Vergleichsstudie Verhaltenssymptome deutlich, vermutlich über Hemmung der Neuroinflammation und Reduktion des oxidativen Stress im ZNS. Bei Typ-2-Diabetes senkt Brokkolisprossenextrakt den Nüchternblutzucker.

Kochen zerstört Myrosinase. Wer Brokkoli kocht, eliminiert den Wirkstoff. Rohe Brokkolisprossen enthalten das Fünfzigfache an Glucoraphanin gegenüber dem ausgewachsenen Kopf.

Die potenteste Chemoprävention der Natur stirbt in der Pfanne.

Literatur: Kensler 2012, Singh 2014, Axelsson 2017

Nahrungsquellen: Brokkolisprossen, Brokkoli, Grünkohl

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