Rutin
Werbung: »Buchweizen-Kraft für Venen und Kapillaren. Rutin für stabile Gefäße.«
Wirkung: Rutin ist der Glykosid-Bruder des Quercetins, in Buchweizen und Zitrusschalen reichlich vorhanden. Die Mikrobiota spaltet es zu Quercetin, was die Bioverfügbarkeit an die Darmflora koppelt. Pharmakologisch reduziert es die kapilläre Permeabilität und stabilisiert die Mikrozirkulation, ein Effekt, der die Anwendung bei Krampfadern und Hämorrhoiden trägt.
Klinisch reduziert Rutin Beinschmerzen und Schwellung über sechs Wochen und stabilisiert die retinale Kapillarwand bei Diabetes. Diese Indikationen erklären, warum osteuropäische und französische Phytotherapien Rutin halten und die deutsche Drogerie es zwischen Vitaminen verliert.
Subjektiv tut Rutin nichts Spürbares, es arbeitet auf Endothelebene. Aber wer chronisch geschwollene Knöchel hat, registriert nach Wochen ein Abklingen. Rutin ist eine leise Substanz mit kapillarstabilisierender Wirkung, im westlichen Markt eine Statistnummer.
Quellen: Belcaro 2017