Phosphatidylserin
Werbung: »Phospholipid für Gedächtnis und Konzentration. Membran-Baustein, sinkt mit dem Alter, gleicht Stress aus und schützt das Gehirn vor altersbedingtem Abbau.«
Wirkung: Phosphatidylserin stellt in den inneren Membranen von Neuronen den größten Anteil der sauren Phospholipide, mit funktioneller Bedeutung für Membranfluidität, Apoptose-Signalisierung und die Aktivität membranständiger Enzyme wie der Proteinkinase C.
Die klinische Datenlage reicht auf eine doppelblinde Studie von 1991 zurück, in der 300 mg bovines Phosphatidylserin täglich über zwölf Wochen bei Patienten mit altersbedingtem Gedächtnisverlust signifikante kognitive Verbesserungen zeigte, eine Datenbasis, die durch die spätere BSE-Krise auf soja-basiertes Phosphatidylserin umgestellt wurde, dessen Lipid-Komposition nicht identisch ist und dessen klinische Replikation nicht gleichwertig ausfällt.
Eine deutsche Studie an gesunden Probanden zeigt nach 400 mg PS vor dem Trier Social Stress Test eine signifikant geringere Cortisol-Antwort und reduzierte subjektive Stresswahrnehmung, ein Befund, der die Anwendung im Sport pharmakologisch trägt. Eine japanische Arbeit bei Kindern mit Aufmerksamkeitsdefiziten dokumentiert nach acht Wochen 200 mg soja-PS klinisch relevante Verbesserung der ADHS-Symptome.
Klinisch geprüft wurde die bovine Form, im Regal liegt die Soja-Form, und die Studienlage hat den Sprung nicht vollständig mitgemacht.
Quellen: Crook 1991, Hellhammer 2004, Hirayama 2014