Phosphatidylcholin (Lecithin)
Werbung: Zellmembran-Baustein für Leber und Gehirn. Phosphatidylcholin als natürlicher Emulgator und Cholinquelle aus Soja oder Sonnenblume.
Wirkung: Phosphatidylcholin ist der häufigste Phospholipid-Baustein jeder Zellmembran im menschlichen Körper. Die Leber braucht es für den VLDL-Export, ohne den sich Fett in den Hepatozyten ansammelt. Cholinmangel führt innerhalb von Wochen zu hepatischer Steatose, das ist in kontrollierten Depletionstudien am Menschen gemessen.
PC liefert Cholin für die Acetylcholin-Synthese, aber langsamer und indirekter als Citicolin oder Alpha-GPC. Als Cholinquelle für das Gehirn ist es die schwächste der drei Formen. Als Membranreparatur-Substanz für die Leber ist es die einzig relevante.
In der Gastroenterologie schützt PC die Kolonmukosa. Bei Colitis ulcerosa zeigt eine RCT unter retardiertem PC deutliche Reduktion der Krankheitsaktivität, vermutlich über Wiederherstellung der Muzin-Phospholipid-Schicht, die bei Colitis-Patienten pathologisch ausgedünnt ist.
Im Regal steht es als Lecithin-Granulat neben den Backzutaten. Die Leber weiß nicht, dass es kein Medikament ist.
Quellen: Stremmel 2005, Zeisel 2007
Vorkommen: Sojabohnen, Sonnenblumenkerne, Erdnüsse