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Hellmuth

Mineral · Mineral

Molybdän

Werbung: »Spurenelement für die Entgiftung. Tagesdosis als Kapsel, unterstützt den Abbau von Sulfiten, hilft bei Wein-Empfindlichkeit und ergänzt die Detox-Formel im Hintergrund unauffällig.«

Wirkung: Molybdän ist Kofaktor von drei essentiellen Enzymen, Xanthin-Oxidase, Aldehyd-Oxidase und Sulfit-Oxidase. Das Spurenelement reguliert den Abbau schwefelhaltiger Aminosäuren und entgiftet Sulfit zu Sulfat. Hülsenfrüchte, Getreide und Innereien decken den Tagesbedarf von 45 Mikrogramm zuverlässig. Ein klinischer Mangel ist in westlicher Ernährung extrem selten. stille Hintergrundarbeit, kaum Substitutionsbedarf.

Wichtig wird Molybdän bei Sulfit-Unverträglichkeit. Wein, getrocknete Aprikosen und konservierte Lebensmittel enthalten Sulfite, die bei eingeschränkter Sulfit-Oxidase Kopfschmerzen, Flush und asthmatische Reaktionen auslösen. Ammonium-Tetrathiomolybdat findet in der Wilson-Krankheit therapeutische Anwendung als Kupfer-Chelator. Nische mit klarer Indikation, nicht für jeden.

Kaffee blockiert die Resorption zahlreicher Mineralien um bis zu achtzig Prozent. Die direkte Molybdän-Hemmung ist klinisch nicht prominent, der durch Kaffee getriebene Verdauungsstress und die forcierte Diurese ziehen aber an allen Spurenelementen. Wer Wein-Empfindlichkeit beklagt und parallel täglich vier Tassen trinkt, addiert Belastungen. Der Körper zahlt mit unzureichendem Sulfitabbau und Kopfschmerz die Rechnung. das Spurenelement ist nischig, die Indikation ist klar, der Kaffee verstärkt jeden Mikronährstoffstress.

Quellen: Morck 1983, Rapuri 2007, Mendel 2009 Molybdän-Kofaktor Review, Brewer 2009 Tetrathiomolybdat Wilson

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