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Hellmuth

Pflanze · Frucht

Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus)

Werbung: Pflanzlicher Hormonregulator für PMS und Zyklusbeschwerden. Mönchspfeffer als bewährtes Frauenheilmittel aus der Phytotherapie.

Wirkung: Mönchspfeffer moduliert den Dopamin-D2-Rezeptor in der Hypophyse und senkt dadurch die Prolaktin-Sekretion. Erhöhtes Prolaktin stört die Lutealphase und verursacht PMS, Mastodynie und Zyklusirregularitäten. Die Prolaktinsenkung durch Mönchspfeffer normalisiert den Zyklus über die Hypothalamus-Hypophysen-Gonadenachse.

Metaanalysen zeigen signifikante Reduktion von PMS-Symptomen, insbesondere Brustspannung, Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen. Bei leichter Hyperprolaktinämie verbessert sich die Zyklusregularität und die Fertilitätsrate.

Der Name agnus castus, keusches Lamm, verweist auf den mittelalterlichen Einsatz als Libido-Hemmer bei Mönchen. Die Pharmakologie bestätigt das paradoxerweise über den Prolaktin-Mechanismus, niedrige Dosen senken Prolaktin und erhöhen die Libido, hohe Dosen tun das Gegenteil.

Eine Pflanze, die bei niedriger Dosis das Gegenteil ihrer hohen Dosis tut. Die Mönche hatten die falsche Dosis.

Quellen: Schellenberg 2001, Wuttke 2003

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