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Hellmuth

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Lithiumorotat

Werbung: Mikrodosiertes Lithium für Stimmung und Neuroprotektion. Lithiumorotat als sanfte Alternative zu verschreibungspflichtigem Lithium.

Wirkung: Lithium in hoher Dosis als Lithiumcarbonat ist Goldstandard der Bipolar-Therapie. Die therapeutische Breite ist eng, die Nebenwirkungen sind renal und thyroidal erheblich. Lithiumorotat ist die niedrigdosierte Variante, typisch fünf bis zwanzig Milligramm elementares Lithium pro Kapsel, etwa ein Hundertstel der psychiatrischen Dosis.

Ökologische Studien zeigen inverse Korrelationen zwischen Lithiumgehalt im Trinkwasser und Suizidraten in mehreren Ländern. Eine japanische und eine texanische Studie dokumentieren dosisabhängige Zusammenhänge. Das sind keine RCTs, aber die Konsistenz über Populationen hinweg ist bemerkenswert.

Biochemisch hemmt Lithium GSK-3beta, ein Enzym, das Tau-Protein phosphoryliert und damit zur Alzheimer-Pathologie beiträgt. Ob Mikrodosen diesen Mechanismus erreichen, ist ungeklärt. Die Idee ist plausibel, die Evidenz vorläufig.

Ein Stimmungsstabilisator, der in Mikrodosen im Trinkwasser Suizide senkt, hat keine RCT und keine Zulassung für irgendetwas.

Literatur: Schrauzer 1990, Ohgami 2009

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