Kupfer
Werbung: »Spurenelement für Energie und Bindegewebe. Tagesdosis als Kapsel, unterstützt die Mitochondrien, hält Haar und Haut farbig und gleicht den Mangel bei Zink-Supplementierung aus.«
Wirkung: Kupfer ist Kofaktor der Cytochrom-c-Oxidase und damit der mitochondrialen Atmungskette. Das Spurenelement aktiviert Ceruloplasmin im Eisenstoffwechsel und die Dopamin-Beta-Hydroxylase in der Katecholamin-Synthese. Lysyl-Oxidase verknüpft Kollagen und Elastin, ohne Kupfer bleibt das Bindegewebe schlaff. kupferabhängige Enzyme reichen vom Energiestoffwechsel bis ins Bindegewebe.
Die Zink-Kupfer-Balance entscheidet über die Versorgung. Hochdosis-Zink über 40 Milligramm täglich kompetiert um den intestinalen Transporter und löst sekundären Kupfermangel mit Anämie und Neuropathie aus. Das ideale Zink-Kupfer-Verhältnis liegt bei etwa 10 zu 1. Wilson-Krankheit zeigt das Gegenextrem, Kupfer akkumuliert in Leber und Gehirn und produziert neuropsychiatrische Symptome. Kupferbisglycinat zeigt gute Bioverfügbarkeit. Balance schlägt Einzelsubstitution.
Kaffee blockiert die Aufnahme von Mineralien und Spurenelementen um bis zu achtzig Prozent, dokumentiert für Eisen und Calcium. Polyphenole bilden auch mit Kupfer Chelatkomplexe, die intestinal nicht resorbiert werden. Wer hohe Mengen Kaffee trinkt und zusätzlich Hochdosis-Zink einnimmt, schiebt sich doppelt in den Kupfermangel. Der Körper zahlt mit grauen Haarspitzen, müder Bindehaut und Energieabfall die Rechnung. das Spurenelement ist gut, die Balance ist entscheidend, der Kaffee verstärkt das Risiko.
Quellen: Morck 1983, Rapuri 2007, Kodama 2012 Kupfer-Stoffwechsel Review, Osredkar 2011 Zink-Kupfer-Balance