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Hellmuth

Fettsäure · Öl

Kokosöl

Werbung: »Gesundheitsschädlich wegen seines hohen Anteils gesättigter Fette, die das LDL-Cholesterin erhöhen. Die American Heart Association rät 2017 ausdrücklich vom Kochen mit Kokosöl ab, die deutschen Ernährungsleitlinien folgen dieser Linie. Pflanzliche Öle wie Raps oder Sonnenblume gelten als überlegen.«

Wirkung: Die AHA stützt sich auf einen Surrogat-Marker. LDL steigt, aber Metaanalysen finden keine konsistente Verbindung zwischen gesättigten Fetten und kardiovaskulärer Mortalität bei gesunden Erwachsenen. Unter Kokosöl steigt vor allem das große, weniger atherogene LDL, HDL steigt im selben Verhältnis. Laurinsäure ist antimikrobiell gegen behüllte Viren, gram-positive Bakterien und Candida, ihr Monoester Monolaurin steht in klinischen Daten. Sonnenblumenöl, das die AHA als Alternative empfiehlt, oxidiert bei Bratenhitze zu reaktiven Aldehyden, die in der Linolsäure-Forschung als gefährlicher gelten als das gesamte gesättigte Fett, gegen das die Warnung sich richtet. Die Pfanne ist klüger als die Leitlinie, sie raucht beim Sonnenblumenöl und schweigt beim Kokosöl.

Quellen: Siri-Tarino 2010, Chowdhury 2014, Astrup 2020

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