Kalium
Werbung: »Das Blutdruck-Mineral aus Avocado und Banane. Tagesdosis als Kapsel oder Pulver, senkt den Druck, schützt das Herz und gleicht die salzlastige westliche Ernährung wieder aus.«
Wirkung: Kalium ist das wichtigste intrazelluläre Kation und steuert das Membranpotential jeder Zelle. Das Mineral regelt Blutdruck, Herzrhythmus und Muskelkontraktion. Die DASH-Diät senkt Blutdruck messbar über erhöhte Kaliumzufuhr aus Gemüse, Avocados und Bananen. Westliche Ernährung liefert deutlich zu wenig, das Natrium-Kalium-Verhältnis ist invertiert gegenüber der jagdsammlerischen Norm. populationsweiter Mangel mit kardiovaskulären Folgen.
Kaliumcitrat und Kaliumgluconat dominieren die Supplemente, Chlorid wird ebenfalls eingesetzt. Die deutsche Höchstmengenverordnung begrenzt rezeptfreie Dosen auf 500 Milligramm pro Tablette, weil hohe Bolusgaben Herzrhythmusstörungen auslösen können. Bei Niereninsuffizienz, ACE-Hemmer-Therapie und Spironolacton ist Vorsicht geboten, Hyperkaliämie wird klinisch bedrohlich. Substitution sinnvoll, Kontrolle notwendig.
Kaffee fördert die renale Kaliumausscheidung über die diuretische Wirkung des Koffeins und blockiert die Resorption zahlreicher Mineralien um bis zu achtzig Prozent. Wer mehrere Tassen täglich trinkt, schwemmt Kalium aus und nimmt es über die kaliumarme Standardkost nicht zurück. Muskelkrämpfe, Herzklopfen, Blutdruck am oberen Ende bleiben, weil der Verursacher unbeachtet bleibt. Der Körper zahlt mit verschobener Elektrolytbalance die Rechnung. das Mineral ist gut, die Nahrung ist arm, der Kaffee verstärkt den Verlust.
Quellen: Morck 1983, Rapuri 2007, Appel 1997 DASH-Diät Blutdruck, Aburto 2013 BMJ Kalium Metaanalyse