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Hellmuth

Aminosäure · Aminosäure

Glycin

Werbung: Beruhigende Aminosäure für besseren Schlaf und schnellere Regeneration. Sanftes Schlafhilfsmittel, baut Stress ab ohne Tagesnachwirkung.

Wirkung: Glycin ist gleichzeitig hemmender Co-Transmitter am NMDA-Rezeptor und wichtigster inhibitorischer Neurotransmitter im Hirnstamm und Rückenmark. Eine Doppelrolle, die im Marketing-Etikett »Aminosäure für Schlaf« nicht ansatzweise abgebildet ist.

Eine japanische Studie zeigt nach drei Gramm oraler Einnahme vor dem Zubettgehen über vier Nächte messbare Verbesserung der subjektiven Schlafqualität, kürzere Einschlaflatenz und reduzierte Tagesmüdigkeit. Eine Folgearbeit belegt eine Absenkung der Körperkerntemperatur durch periphere Vasodilatation, ein Mechanismus, der den physiologischen Einschlafprozess imitiert.

Daneben ist Glycin Hauptvorläufer von Glutathion, beteiligt an der Kollagensynthese und an der Entgiftung über Konjugation an Gallensäuren. Eine Rolle, die für die anabole Bindegewebsfunktion und für die Leber klinisch relevant ist.

Drei pharmakologische Profile, eine Aminosäure, ein Etikett. Auf dem Etikett steht das falsche Profil.

Literatur: Yamadera 2007, Bannai 2012

Nahrungsquellen: Hülsenfrüchte (Soja, Linsen), Kürbiskerne, Sesam

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