Glutathion
Werbung: »Master-Antioxidans für Zellgesundheit und Detox. Wichtigstes körpereigenes Antioxidans, als Kapsel oder in liposomaler Form für Anti-Aging und Leberunterstützung empfohlen.«
Wirkung: Glutathion ist das zentrale intrazelluläre Antioxidans und der Hauptträger der Phase-II-Detoxifikation, ein Tripeptid aus Glycin, Glutamat und Cystein, dessen Spiegel mit zunehmendem Alter, oxidativem Stress und chronischer Lebererkrankung absinkt. Das pharmakologische Problem liegt in der oralen Bioverfügbarkeit, weil ungeschütztes Glutathion bereits im Dünndarm durch Peptidasen in seine Aminosäuren zerlegt wird, was die Substanz als orale Kapsel pharmakologisch unbrauchbar macht. Eine kontrollierte Studie zeigt, dass nur die liposomale Form über sechs Monate die intrazellulären GSH-Spiegel in Erythrozyten und PBMC signifikant erhöht, ein Befund, der die einzige orale Variante mit messbarem Effekt isoliert. Pharmakologisch klüger ist meistens der Weg über die Vorstufen, weil der Körper aus NAC die limitierende Aminosäure Cystein bezieht (siehe N-Acetylcystein im Index), Alpha-Liponsäure das oxidierte Glutathion regeneriert (siehe Alpha-Liponsäure) und Sulforaphan die endogene Synthese über Nrf2 hochfährt (siehe Sulforaphan), drei Mechanismen, die die GSH-Spiegel zuverlässiger erhöhen als ein orales Glutathion-Pulver. Im Regal steht das Master-Antioxidans als Kapsel. In die Zelle kommt es nur über seine Vorstufen.
Quellen: Sinha 2018