Darm-Hirn-Achse
Werbung: Wie der Darm das Gehirn steuert. Die Darm-Hirn-Achse als Schlüssel zu Stimmung, Kognition und psychischer Gesundheit.
Wirkung: Neunzig Prozent des Serotonins im Körper werden im Darm produziert. Der Vagusnerv verbindet das enterische Nervensystem mit dem Hirnstamm über vierhundert Millionen Nervenfasern. Das enterische Nervensystem enthält mehr Neuronen als das Rückenmark. Der Darm ist kein Verdauungsrohr, er ist ein sensorisches Organ mit eigenem Nervensystem, das dem Gehirn mehr mitteilt als umgekehrt.
Vergleichsstudien zeigen, dass Probiotika wie L. helveticus R0052 plus B. longum R-175 Angst, Depression und Cortisol senken. Fäkaltransplantation von depressiven Mäusen erzeugt depressives Verhalten bei Empfängermäusen. Antibiotika-bedingte Dysbiose korreliert mit erhöhtem Risiko für Depression und Angststörungen.
Die pharmazeutische Konsequenz ist weitreichend. Wenn psychische Erkrankungen eine intestinale Signatur haben, gehören Probiotika, Präbiotika und Ernährungsinterventionen in die Psychiatrie. Die meisten psychiatrischen Leitlinien ignorieren den Darm.
Das Organ, das Psychiater nie untersuchen, produziert den Neurotransmitter, den sie am häufigsten verschreiben.
Quellen: Cryan 2019, Messaoudi 2011
Vorkommen: Gestärkt durch: fermentierte Lebensmittel (Sauerkraut, Kimchi), ballaststoffreiche Hülsenfrüchte, Leinsamen / Walnüsse (ALA als Omega-3-Quelle)