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Hellmuth

Mineral · Mineral

Chrom

Werbung: »Das Schlank-Mineral für stabile Blutzuckerkurven. Tagesdosis als Picolinat-Kapsel, senkt den Zuckerheißhunger, unterstützt die Insulinwirkung und hilft beim Abnehmen, der Klassiker der Diät-Regale.«

Wirkung: Chrom soll als Bestandteil des Glucose Tolerance Factor die Insulinsensitivität erhöhen, so die historische Hypothese aus den 1950er Jahren. Klinisch hält die Wirkung bei genauer Prüfung kaum stand. Metaanalysen bei Typ-2-Diabetes zeigen minimale Effekte auf HbA1c, oft im Bereich statistischer Unschärfe. Der Mangel in westlicher Ernährung bleibt klinisch selten. Mechanismus plausibel, klinische Relevanz überschätzt.

Chrom-Picolinat dominiert den Supplementmarkt, die Form überquert die Darmwand besser als Chlorid. Marketing als Schlankheits- und Heißhungerblocker bleibt überzogen, kontrollierte Studien zur Gewichtsreduktion enttäuschen. Über 200 Mikrogramm täglich treten unspezifische Gastrointestinalsymptome auf, in seltenen Fällen wurden Nieren- und Leberbelastungen berichtet. viel Versprechen, wenig Substanz.

Kaffee blockiert die Resorption zahlreicher Mineralien um bis zu achtzig Prozent. Die direkte Chrom-Interaktion ist klinisch wenig untersucht, Polyphenole binden aber zahlreiche Metallkationen im Darmlumen. Wer Kaffee literweise trinkt und sich vom Chrom-Picolinat die schlanke Linie verspricht, kombiniert ein schwaches Supplement mit einem dokumentierten Resorptionsblocker. Der Körper zahlt mit unverändertem Blutzucker und unverändertem Hüftumfang die Rechnung. das Spurenelement ist real, die Wirkung schwach, der Kaffee macht es nicht besser.

Quellen: Morck 1983, Rapuri 2007, Suksomboon 2014 Chrom Diabetes Metaanalyse, Tian 2013 Chrom Gewichtsreduktion Review

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