Calcium
Werbung: »Das Knochen-Mineral für ein Leben lang. Tagesdosis als Brausetablette, deckt den Bedarf, beugt Osteoporose vor und hält Zähne und Knochen stabil, ein Klassiker für jede Altersgruppe.«
Wirkung: Calcium mineralisiert Knochen und Zähne und steuert neuromuskuläre Übertragung, Blutgerinnung und Hormonsekretion. Ohne flankierende Kofaktoren landet das Mineral aber im falschen Gewebe. Die D-K2-Magnesium-Trias entscheidet die Verteilung, Vitamin K2 dirigiert Calcium aus den Arterien in den Knochen, Magnesium aktiviert die beteiligten Enzyme, Vitamin D regelt die Resorption. Querverweis im Index. isoliertes Calcium ohne Kofaktoren erhöht Verkalkungsrisiko.
Die Form bestimmt die Bioverfügbarkeit. Calciumcitrat wird unabhängig von Magensäure aufgenommen, Carbonat braucht saures Milieu und versagt bei Säureblockern. Kalziumhydroxylapatit kommt der Knochenmatrix strukturell am nächsten. Sango Koralle liefert Calcium und Magnesium im Knochenverhältnis von 2 zu 1, Querverweis. das Salz entscheidet, nicht das Etikett.
Kaffee blockiert die Calciumabsorption über die forcierte renale Ausscheidung und über direkte intestinale Hemmung, dokumentiert in der Schlüsselstudie von 2007. Frauen in der Postmenopause verlieren durch täglichen Kaffeekonsum messbar Knochendichte. Wer drei Tassen trinkt und gleichzeitig die Calciumkapsel nimmt, neutralisiert einen Teil der Substitution. Der Körper zahlt mit beschleunigtem Knochenabbau und Osteoporose-Risiko die Rechnung des Kaffeekonsums. das Mineral ist gut, die Trias ist entscheidend, der Kaffee ist der unsichtbare Gegenspieler.
Quellen: Morck 1983, Rapuri 2007, Heaney 2004 Calcium-Bioverfügbarkeit Formen, Bolland 2010 Calcium kardiovaskuläres Risiko