Substanz-Index
Hellmuth

Konzept · Konzept

Bioverfügbarkeit

Werbung: Wie viel vom Supplement tatsächlich im Körper ankommt. Bioverfügbarkeit als Schlüsselkonzept für wirksame Supplementierung.

Wirkung: Bioverfügbarkeit bezeichnet den Anteil einer oral eingenommenen Substanz, der unverändert den systemischen Kreislauf erreicht. Intravenöse Gabe hat per Definition hundert Prozent. Orale Gabe liegt je nach Substanz zwischen unter einem und über neunzig Prozent. Der Unterschied entscheidet darüber, ob ein Supplement wirkt oder teurer Urin ist.

Curcumin hat unter einem Prozent orale Bioverfügbarkeit in der Standardform. Phytosom-Formulierungen erhöhen das auf zehn bis dreißig Prozent. Quercetin hat als Standard-Pulver kaum messbare Plasmaspiegel, Quercefit erreicht das Zwanzigfache. Resveratrol wird in Minuten sulfatiert. CoQ10 als Ubiquinon hat die halbe Bioverfügbarkeit von Ubiquinol. Die Form entscheidet bei vielen Substanzen im Index stärker über die Wirkung als die Dosis.

Die Supplement-Industrie druckt Milligramm auf die Packung, als wäre die Menge die Wirkung. Ohne Angabe der Bioverfügbarkeit ist die Milligrammzahl eine Zahl ohne pharmakologischen Wert.

Was auf dem Etikett steht, ist die Menge, die man schluckt. Was wirkt, ist die Menge, die ankommt.

Vorkommen: Gesteigert durch: schwarzer Pfeffer (Piperin), Olivenöl (Fett), Zitrusfrüchte (Vitamin C)

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