Basenpulver · Basentee
Werbung: »Säure-Basen-Balance. Übersäuerung weg. Pflanzliche Basenmischung für mehr Energie.«
Wirkung: Die Säure-Basen-Pseudopharmakologie der typischen Basenpulver beruht auf einer widerlegten Annahme. Die moderne Ernährung führt nicht zu chronischer Übersäuerung des Blutes. Der Blut-pH ist durch Bikarbonat-Puffer, Atmung und Niere im engen Bereich 7,35 bis 7,45 reguliert und durch keine Nahrungsbestandteile außerhalb pathologischer Stoffwechselsituationen messbar verschoben.
Die meisten kommerziellen Basenpulver liefern unspezifische Mineralsalzmischungen ohne pharmakologische Indikation. Das Marketing verkauft eine Krankheit, die so nicht existiert.
Eine differenzierte Ausnahme ist die Basenpulver-III-Formulierung nach Rauch im Kontext der Original-FX-Mayr-Therapie. Diese definierte Mischung aus Natriummonohydrogenphosphat, Calciumcarbonat, Magnesiumhydrogencitrat, Kaliumhydrogencarbonat, Kaliumcitrat und Natriummonohydrogencarbonat ist für das modifizierte Fasten entwickelt. Dabei entsteht durch Lipolyse-bedingte Ketonkörperbildung tatsächlich eine metabolische Azidose, die eine reale Mineralstoffsubstitution erfordert. Die Substitution wirkt nicht über »Entsäuerung«, sondern über Elektrolyt-Ersatz unter Fasten-Stoffwechselbedingungen.
Wer fastet, braucht das Rauch-Pulver. Wer im Alltag ein generisches Basenpulver einnimmt, kauft ein Marketing-Versprechen für eine Krankheit, die so nicht existiert.