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Hellmuth

Forschung · 2026-06-13 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Wenn Hirnstimulation gegen Depression nicht wirkt, liegt es an der Verkabelung

Tiefe Hirnstimulation im subgenualen Cingulum hilft manchen schwer Depressiven und anderen nicht, und ein Preprint legt nahe, dass die individuelle Verschaltung das entscheidet.

In einem nicht peer-reviewten medRxiv-Preprint setzten US-Forscher bei vier Epilepsiepatienten mit implantierten Tiefenelektroden einzelne Strompulse in den subgenualen cingulären Cortex und maßen, wo im Gehirn die Antwort ankam. Die evozierten Potentiale zeichneten reproduzierbare Bahnen in frontale, limbische und paralimbische Areale, mit deutlicher Lateralisierung der orbitofrontalen Rekrutierung. Damit verschiebt sich die Frage von »wirkt die Elektrode« zu »trifft sie das Netzwerk, das beim einzelnen Patienten überhaupt antwortet«, denn die anatomischen Pfade variieren messbar zwischen Köpfen. Klinisch heißt das, dass die heterogenen Erfolgsraten der subgenualen DBS weniger ein Geräte- als ein Zielproblem sein dürften, und dass elektrische Antwortmuster zum Biomarker für die Elektrodenplatzierung werden könnten, bevor sie ein Behandlungserfolg werden.

Die Depression sitzt nicht an einer Stelle, sondern auf einer Leitung. Wer die Leitung nicht findet, behandelt Luft.

Quelle: medRxiv Psychiatry

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