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Hellmuth

Forschung · 2026-06-07 · unter 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Wenn das Belohnungszentrum vor Nähe warnt

Im Mausmodell für Autismus codiert der Nucleus accumbens soziale Begegnung als Bedrohung statt als Belohnung.

Ein Preprint auf bioRxiv beschreibt, wie SHANK3-Deletionen die soziale Signalverarbeitung im Belohnungszentrum umpolen. Bei Wildtyp-Mäusen treiben die durch Sozialkontakt aktivierten Neuronenverbände im Nucleus accumbens die Annäherung an Artgenossen. Bei Shank3-defizienten Tieren rekrutiert dieselbe Begegnung einen Verband, dessen Aktivierung Vermeidung auslöst. Die Autoren kombinieren genetische Markierung, Chemogenetik, Optogenetik und Kalzium-Bildgebung am lebenden Tier, um den Effekt kausal festzunageln. Da der Befund nicht begutachtet ist, bleibt er Hypothese mit Werkzeugkasten, kein Therapieziel.

Soziale Aversion ist hier keine Charakterfrage, sondern eine Schaltung mit umgekehrtem Vorzeichen. Dieselben Zellen, die bei anderen Zuwendung bedeuten, bedeuten hier Rückzug.

Quelle: bioRxiv Neuroscience

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