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Hellmuth

Forschung · 2026-10-13 · unter 1 Min.

Weiße Substanz unterscheidet die Süchte

Opioide, Cannabis und Nikotin hinterlassen im Gehirn je eigene Spuren, nicht ein gemeinsames Suchtmuster.

Eine in Translational Psychiatry veröffentlichte Bildgebungsstudie vergleicht die weiße Hirnsubstanz von Abhängigen dreier Substanzklassen. Die Faserbahnen zeigen distinkte Signaturen pro Droge, nicht die oft postulierte einheitliche Suchtarchitektur. Bei Cannabisabhängigen korrelieren bestimmte Bahnveränderungen mit impulsiven Entscheidungen im Belohnungsaufschub. Damit wird die Diagnose »Sucht« als Sammelbegriff fragwürdig, der klinisch so verwendet wird, als handle es sich um eine Entität. Jede Substanz baut ihr eigenes Schadensprofil, und das Verhalten liest sich direkt aus der Verkabelung ab.

Eine Krankheit, die in jedem Körper anders aussieht, ist keine Krankheit mehr. Sie ist eine Sammlung von Substanzschäden, die ein gemeinsames Etikett trägt.

Quelle: PubMed E-Utilities · DOI: 10.1038/s41398-026-04491-8

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