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Hellmuth

Forschung · 2026-09-21 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Ultraschall zielt auf die Amygdala

Ein Preprint meldet, dass fokussierter Ultraschall tief im Hirn wirken kann, ohne Skalpell und ohne Elektrode.

Zehn Patienten mit Depression durchliefen einen randomisierten Crossover, bei dem gepulster Niedrigintensitäts-Ultraschall die rechte Amygdala beschallte, kontrolliert gegen eine Scheinzone im somatosensorischen Kortex. Die Bildgebung während und nach der Sonikation zeigte, dass das anvisierte Areal tatsächlich reagierte, in Durchblutung und Konnektivität. Symptomwerte bewegten sich, allerdings an einer Fallzahl, die für harte Aussagen zu klein bleibt. Peer Review steht aus, die Ergebnisse sind vorläufig, die Methodik ist der eigentliche Befund. Was bislang Elektroden, Bohrlöcher oder Magnetfelder mit grober Auflösung brauchten, geschieht hier durch die intakte Schädeldecke mit millimetergenauer Ansteuerung.

Die Psychiatrie hat lange auf einen Schalter gewartet, den sie nicht implantieren muss. Sie hat ihn noch nicht, aber sie sieht jetzt, wo er säße.

Quelle: medRxiv Psychiatry

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