Forschung · 2026-10-03 · unter 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed
Stimulans und Nicht-Stimulans aktivieren verschiedene Hirnareale
Ein Preprint vergleicht erstmals Lisdexamfetamin und Guanfacin bei ADHS-Jugendlichen im fMRT und findet getrennte Signaturen statt austauschbarer Wirkung.
Die randomisierte, placebokontrollierte Crossover-Studie am medRxiv (nicht peer-reviewed) prüfte an zehn bis zwölf Jugendlichen mit ADHS je eine Einzeldosis Lisdexamfetamin, Guanfacin oder Placebo gegen 21 gematchte Kontrollen. Unter Lisdexamfetamin stieg die Aktivierung im rechten Nucleus caudatus während der Arbeitsgedächtnisaufgabe und im Putamen während der Daueraufmerksamkeit, verglichen mit Placebo. Beide Medikamente teilten lediglich einen Anstieg im linken superioren Temporallappen während N-Back. Die Fallzahlen sind klein, die Analyse explorativ, und der Beobachtungszeitraum beschränkt sich auf eine einzige Dosis.
Dass zwei Mittel mit demselben Indikationsschild unterschiedliche Schaltkreise ansprechen, entwertet die Vorstellung, ADHS werde pharmakologisch adressiert. Adressiert wird jeweils ein anderes Gehirn.
Quelle: medRxiv Psychiatry