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Hellmuth

Forschung · 2026-10-10 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Schlaflose spüren Defizite, die der Scanner nicht findet

Eine randomisierte Studie trennt bei Insomnie das gefühlte vom gemessenen Hirn.

In einem Preprint auf medRxiv, noch nicht peer-reviewed, vergleichen Forschende 56 Erwachsene mit Insomnie-Störung und 20 gute Schläfer per fMRT, Polysomnografie und Fragebogen. Die Betroffenen berichteten stärkere kognitive Einschränkungen und bewerteten schlafbezogene Reize negativer, während sich auf neuronaler Ebene bei Arbeitsgedächtnis, Emotionsreaktivität und assoziativem Lernen keine Gruppenunterschiede zeigten. Nach drei Monaten kognitiver Verhaltenstherapie für Insomnie besserten sich die subjektiven Beschwerden deutlich, die Effekte hielten ein Jahr. Was die Therapie offenbar behandelt, ist weniger ein hirnorganisches Defizit als die Beziehung der Patienten zum eigenen Schlaf. Die Frage, warum die Selbstwahrnehmung derart stark von der Messung abweicht, bleibt offen.

Insomnie ist eine Krankheit der Deutung, nicht der Schaltung. Behandelt wird folgerichtig der Deuter.

Quelle: medRxiv Psychiatry

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