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Hellmuth

Forschung · 2026-09-13 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Schizophrenie hat ein Geschlecht in der Genregulation

Eine Preprint-Studie auf medRxiv koppelt genetisch regulierte Genexpression mit funktionellen Hirnnetzwerken und findet, dass das Bindeglied bei Männern und Frauen unterschiedlich verläuft.

Die Autoren zerlegten in 367 Teilnehmenden aus den Kohorten FBIRN und COBRE eQTL-basierte Expressionsprofile und Ruhezustands-Konnektivität in latente Komponenten und suchten nach Geschlechts- und Krankheitsassoziationen. Eine mit Schizophrenie verknüpfte Expressionskomponente zeigte einen Geschlechtsunterschied und war im Kleinhirn sowie in Prozessen um Vesikel-, Membranorganisation und intrazellulären Transport angereichert. Dieselbe Komponente hing signifikant mit einem konnektivitätsbasierten Muster über kortikale, subkortikale und zerebelläre Systeme zusammen. Da der Befund ein Preprint ohne Peer-Review ist und die Stichprobe im niedrigen dreistelligen Bereich liegt, bleibt die Replikation offen, doch die methodische Kombination aus prädizierter Expression und Netzwerkzerlegung ist die eigentliche Neuerung. Wer Schizophrenie als geschlechtsneutrale Diagnose behandelt, arbeitet gegen die Biologie.

Die Diagnose kennt kein Geschlecht, das Gehirn schon.

Quelle: medRxiv Psychiatry

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