News
Hellmuth

Forschung · 2026-08-23 · unter 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

REM-Schlaf sagt voraus, wer aus der Angst herausfindet

Die individuelle Fähigkeit, emotionalen Stress über Nacht abzubauen, prognostiziert den Genesungsverlauf bei Angstsymptomen.

Ein niederländisches Preprint auf medRxiv, noch nicht peer-reviewed, verfolgt Erwachsene mit Insomnie und überschwelligen Angstsymptomen über zwei Monate. Vor Beginn einer Interventionsstudie wurde per Heim-EEG gemessen, wie stark abendlicher Distress bis zum Morgen nachlässt, gekoppelt an REM-Schlaf-Parameter. Wer nachts stärker regulierte, erholte sich in den Folgewochen deutlicher, unabhängig von der Intervention selbst. Die Placebo-Erholung, die Wartelisten-Studien seit Jahren als Rauschen abtun, entpuppt sich als messbare neurophysiologische Leistung. Angst-Recovery ist damit keine reine Frage der Therapie, sondern der Schlafarchitektur, die der Patient mitbringt.

Der Therapieerfolg beginnt vor der ersten Sitzung, im Dunkeln. Wer schlecht träumt, heilt langsamer.

Quelle: medRxiv Psychiatry

← Alle Meldungen