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Hellmuth

Forschung · 2026-07-23 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Rauchen als eigenständiger Risikofaktor für psychische Erkrankungen

Eine genetische Kausalanalyse trennt den Rauch-Effekt sauber von Sucht- und Sozialfaktoren und findet ihn trotzdem.

Beobachtungsstudien sehen seit langem einen Zusammenhang zwischen Rauchen und psychischen Erkrankungen, ohne Ursache und Folge auseinanderhalten zu können. Ein Preprint auf medRxiv (nicht peer-reviewed) nutzt genomische Strukturgleichungsmodelle über 19 europäische GWAS-Datensätze und isoliert einen rauchspezifischen genetischen Faktor, der 52 unabhängige signifikante Loci trifft. Weil dieser Faktor die Anteile herausrechnet, die Rauchen mit anderem Substanzkonsum und sozioökonomischem Status teilt, misst die anschließende Mendelsche Randomisierung tatsächlich das Rauchen und nicht das Milieu drumherum. Das Ergebnis, das die üblichen Ausreden entzieht, weist auf kausale Effekte auf mehrere der acht getesteten psychiatrischen Diagnosen hin. Damit fällt die bequeme Lesart, wonach psychisch Kranke eben rauchen, weil sie krank sind, in sich zusammen.

Die Zigarette macht krank, nicht die Biografie. Wer das Kausalpfeilchen umdreht, verkauft Ausrede als Diagnose.

Quelle: medRxiv Psychiatry

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