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Forschung · 2026-08-24 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Psilocybin wirkt im autistischen Gehirn anders

Eine Preprint-Studie am King's College London findet gegenläufige Konnektivitätsmuster bei Autisten und Nicht-Autisten unter Psilocybin.

Die klinische Euphorie um Psilocybin stützt sich bislang auf Befunde an neurotypischen Gehirnen, in denen der Wirkstoff die Integration großer Netzwerke erhöht. Das PSILAUT-Team hat diese Annahme erstmals gegen ein autistisches Vergleichskollektiv geprüft, doppelblind, im Cross-over, mit niedriger Dosis und ohne Wirksamkeitsanspruch. Wo bei Nicht-Autisten die Ruhezustandsnetzwerke wie erwartet stärker koppelten, reagierten die autistischen Probanden nach anderem Muster, was die Autoren als eigenständige pharmakodynamische Signatur lesen. Der Befund ist ein Preprint, nicht peer-reviewed, und die Fallzahl klein. Wer aus Wirkung bei Neurotypischen auf therapeutische Wirkung bei Autisten schließt, extrapoliert an der Biologie vorbei.

Ein Molekül, das zwei Gehirne trifft, trifft zwei Gehirne. Der Rest ist Marketing.

Quelle: medRxiv Psychiatry

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