Forschung · 2026-07-31 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed
Netzwerk-Metaanalyse zu Negativsymptomen der Schizophrenie
Was Antipsychotika liegenlassen, sollen Add-ons richten, und die Bilanz dieser Zusatztherapien ist jetzt sortiert.
Negativsymptome, also Antriebslosigkeit, sozialer Rückzug, affektive Verflachung, gelten als härtester Rest der Schizophrenie und sprechen auf Antipsychotika nur unvollständig an. Ein noch nicht begutachteter Preprint auf medRxiv verrechnet neunundvierzig randomisierte Studien in einer Netzwerk-Metaanalyse und vergleicht pharmakologische mit nicht-pharmakologischen Zusatzbehandlungen bei stabil antipsychotisch behandelten Erwachsenen. Gemessen wurde auf den etablierten Skalen PANSS-Negativ und SANS, mit standardisierten Mittelwertdifferenzen zugunsten der Add-ons. Da die eigentlichen Effektgrößen im Abstract-Ausschnitt fehlen, bleibt die klinische Rangfolge der Interventionen offen, und die Cochrane-Bewertung des Verzerrungsrisikos entscheidet mit darüber, welche Signale überhaupt tragen. Der Wert der Arbeit liegt weniger in einem Sieger als in der Sortierung eines Feldes, das seit Jahrzehnten aus Einzelstudien und Herstellerhoffnungen besteht.
Eine Rangliste ist noch kein Medikament. Sie ist eine Landkarte, auf der endlich sichtbar wird, wo die weißen Flecken liegen.
Quelle: medRxiv Psychiatry