Forschung · 2026-09-11 · 1 Min.
Nach der ersten Psychose kippt Mischkonsum die Remission
Wer nach einer ersten psychotischen Episode mehrere Substanzen parallel konsumiert, verliert die Remission an zwei Fronten gleichzeitig.
Die im September 2026 in Schizophrenia Research erschienene Studie untersucht Patienten nach Erstepisode einer Psychose, die zunächst remittiert waren. Erhoben wurde der Zusammenhang zwischen Polysubstanzkonsum und zwei Ergebnisdimensionen, den Positivsymptomen und der Selbstversorgung. Beide verschlechtern sich messbar, sobald mehr als eine Substanz im Spiel ist, während Monokonsum diesen Doppeleffekt nicht in gleicher Schärfe zeigt. Wo die Debatte bislang um Cannabis allein kreiste, rückt damit die Kombinatorik in den Vordergrund, die im klinischen Alltag der Regelfall ist. Die Rückfallprävention nach Erstepisode ist keine Frage der Leitsubstanz, sondern der Stapelung.
Remission ist kein Zustand, sondern ein Gleichgewicht. Zwei Substanzen genügen, um es zu kippen.
Quelle: PubMed E-Utilities · DOI: 10.1016/j.schres.2026.09.004