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Forschung · 2026-09-05 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Licht auf die Stirn gegen ADHS

Ein Preprint aus dem medRxiv testet, ob Nahinfrarotlicht durch die Schädeldecke die neuronale Balance bei ADHS verschiebt.

ADHS gilt als neurologisch fundiert, wird aber pharmakologisch behandelt, ohne dass die Substanz auf den vermuteten Mechanismus zielt. Die Studie, randomisiert, doppelblind und sham-kontrolliert im Crossover-Design, bestrahlte 28 junge Erwachsene mit ADHS über zwei Wochen mit 150 Milliwatt am rechten präfrontalen Kortex, 16 Minuten je Sitzung, während parallel EEG lief. Das Arbeitsgedächtnis verbesserte sich, die Alpha-Power stieg, der aperiodische Exponent versteilte sich, die neuronale Komplexität nahm zu, und die Muster näherten sich denen der 29 gesunden Kontrollen an. Interpretation der Autoren: die kortikale Erregungs-Hemmungs-Balance kippt zurück in Richtung Norm, weil Mitochondrien in Neuronen auf Photonen dieser Wellenlänge messbar reagieren. Der Befund ist nicht peer-reviewed, die Fallzahl klein, der Effekt akut, die Frage nach Dauer offen.

Wenn Licht durch den Schädel reicht, um Aufmerksamkeit zu justieren, verschiebt sich weniger die Therapie als die Definition der Krankheit.

Quelle: medRxiv Psychiatry

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