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Hellmuth

Forschung · 2026-07-02 · unter 1 Min.

Kognition nach dem letzten Glas

Wer aufhört zu trinken, bekommt sein Gehirn nicht automatisch zurück.

Eine Längsschnittstudie in Addiction Biology verfolgt Patienten mit Alkoholabhängigkeit über die Abstinenz hinweg und misst, wie sich kognitive Leistung dabei bewegt. Entscheidend ist nicht das Aufhören allein, sondern die Zeit danach, kombiniert mit dem Entzündungsstatus und dem Apolipoprotein-Profil des Patienten. Wo Entzündungsmarker hoch bleiben und die Lipidbiologie ungünstig steht, hinkt die kognitive Erholung der Abstinenzdauer hinterher, selbst nach Monaten trockener Zeit. Damit wird die Genesung zur biochemischen Frage, nicht zur Willensfrage, und die Trennlinie zwischen »trocken« und »klar« zieht sich durch das Blutbild.

Abstinenz ist ein Datum im Kalender. Klarheit im Kopf ist ein Laborwert.

Quelle: PubMed E-Utilities · DOI: 10.1111/adb.70174

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