Forschung · 2026-06-07 · unter 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed
Hirnscans sagen psychotische Erfahrungen bei Jugendlichen voraus
Ein Preprint koppelt MRT-Daten von Neunjährigen an die Bahn, auf der psychosenahe Erlebnisse über Jahre verlaufen.
Die noch nicht begutachtete Arbeit auf medRxiv nutzt Daten von 9.584 Kindern der ABCD-Studie und verrechnet individuelle Bildgebung mit Effektstärken großer Psychose-Kohorten zu einem »Psychosis Neuroscore«. Vier Verlaufstypen treten hervor, von dauerhaft erhöht bis ohne Belastung, etwa jeder fünfte Jugendliche bleibt in der belasteten Bahn. Der Hirn-Score trennt diese Gruppe besser als Scores für Depression oder bipolare Störung und besser als die üblichen modifizierbaren Risikofaktoren. Etablierte klinische Marker schlägt er nicht, er ergänzt sie. Was als Frühwarnsystem firmiert, ist vorerst ein Filter mit Halbwertszeit Preprint.
Neunjährige Gehirne tragen Adressen, die niemand bestellt hat. Der Briefträger heißt Statistik.
Quelle: medRxiv Psychiatry