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Hellmuth

Forschung · 2026-09-22 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Hirnrhythmen sagen voraus, wer auf Zwangs-DBS anspricht

Bei tiefer Hirnstimulation gegen therapieresistente Zwangsstörung zeichnet sich der Erfolg im neuronalen Signal ab, lange bevor die Klinik ihn sieht.

Ein Preprint auf medRxiv, noch nicht begutachtet, wertet fast 120.000 Patientenstunden intrakranieller Ableitungen aus 24 Fällen aus, die im ventralen Kapsel-Striatum-Areal stimuliert wurden. Schon vor Beginn der Stimulation trennten zirkadiane Muster im lokalen Feldpotential spätere Responder von Non-Respondern. In den ersten zwei Behandlungswochen fiel die Vorhersagbarkeit der neuronalen Aktivität bei denen ab, die Monate später klinisch ansprachen, und die Größe dieses Abfalls korrelierte mit dem Ausmaß der späteren Symptomlinderung. Über den chronischen Verlauf hinweg zog das Maß mit dem klinischen Zustand mit, in beide Richtungen. Wo bislang Monate der Ungewissheit stehen, in denen an Elektroden und Dosen justiert wird, rückt eine Metrik nach, die zwei Wochen nach Einschalten spricht.

Die Symptomskala wird zur nachlaufenden Größe, das Elektrodensignal zur führenden. Psychiatrie lernt, ihren eigenen Erfolg zu belauschen.

Quelle: medRxiv Psychiatry

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