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Hellmuth

Forschung · 2026-09-22 · unter 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Erinnern hat keine sauberen Grenzen

Ein Preprint aus der Neurowissenschaft misst, was ein Gehirn tut, wenn Wiedererkennen gelingt, und findet das Gegenteil sauberer Arbeitsteilung.

Sieben Epilepsie-Patientinnen und -Patienten mit implantierten Elektroden lösten eine visuelle Alt-neu-Aufgabe, während intrakranielles EEG die gerichtete Konnektivität im Subsekundenbereich aufzeichnete. Gelungenes Wiedererkennen ging mit auffällig niedriger Modularität einher, 0,05 gegenüber 0,09 bis 0,15 in den Vergleichsbedingungen. Statt getrennter Module bildete sich eine hemisphärenübergreifende Gemeinschaft aus linkem medialen Temporallappen und rechtem präfrontalen Kortex, die über den gesamten Nachreizzeitraum integriert blieb. Die Arbeit ist ein Preprint auf bioRxiv, sieben Fälle, klinische Population, keine Peer-Review. Wer Gedächtnis als sauber lokalisierbare Funktion modelliert, arbeitet an einer Karte, die das Gelände nicht kennt.

Erinnerung ist kein Ort, sondern ein kurzzeitig eingegangener Vertrag zwischen Regionen.

Quelle: bioRxiv Neuroscience

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