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Hellmuth

Forschung · 2026-08-20 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Die Blut-Hirn-Schranke sortiert falsch

Ein Preprint auf bioRxiv verknüpft metabolisches Syndrom mit dem Transportregime an der Blut-Hirn-Schranke und liefert damit einen Mechanismus, der bislang postuliert, aber nicht gezeigt war.

Die Arbeit ist nicht begutachtet, ihre Zahlen sind Momentaufnahmen, keine gesicherte Kausalkette. Mäuse auf Hochfettdiät entwickelten periphere Insulinresistenz und Übergewicht, was als Modell für das metabolische Syndrom dient. In diesen Tieren stieg der Einstrom radioaktiv markierter Amyloid-beta-Peptide ins Gehirn, während der Einstrom von 18F-FDG, einem Glukosemarker, sank. An den Hirnkapillaren, deren molekulare Ausstattung die Autoren mituntersuchten, verschiebt sich also gleichzeitig zweierlei, das man bisher getrennt diskutiert hat: die Entsorgung dessen, was in Alzheimer-Hirnen liegen bleibt, und die Zufuhr dessen, was diese Hirne brauchen. Insulinresistenz wäre damit nicht Nachbar von Alzheimer, sondern Türsteher.

Was als Stoffwechselstörung firmiert, entscheidet am Kapillarrand, was ins Hirn darf und was drin bleibt.

Quelle: bioRxiv Neuroscience

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