Forschung · 2026-07-17 · unter 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed
Der diastolische Druck sitzt im inneren Auge
Wie lebhaft jemand vor dem inneren Auge sieht, hängt messbar am Blutdruck.
Ein Preprint auf bioRxiv, noch nicht peer-reviewed, koppelt die Lebhaftigkeit mentaler Bilder an kardiovaskuläre Physiologie. Probanden rekonstruierten in VR emotionale und neutrale Szenen, während ein Kipptisch die autonome Regulation gezielt herausforderte. Die akute Kreislaufveränderung selbst verschob die Bildlebhaftigkeit nicht, doch wer in der Aufrichtung einen erhöhten diastolischen Druck aufwies, sah innerlich blasser, am deutlichsten bei Ekel und Neutralem. Damit rückt das Herz in eine Rolle, die man bisher der visuellen Cortexausstattung zugeschrieben hat. Wer schwach imaginiert, hat womöglich kein Vorstellungs-, sondern ein Durchflussproblem.
Das geistige Bild ist kein reiner Denkakt. Es ist ein Kreislaufbefund.
Quelle: bioRxiv Neuroscience