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Hellmuth

Forschung · 2026-09-02 · unter 1 Min.

CBD gegen Psychose, ein serotonerger Umweg

Eine Übersichtsarbeit ordnet Cannabidiol nicht mehr primär als Cannabinoid ein, sondern als Modulator serotonerger Rezeptoren.

Cannabidiol wirkt antipsychotisch, ohne den Dopamin-D2-Rezeptor zu blockieren, an dem klassische Neuroleptika ansetzen. Die Autoren rekonstruieren den Pfad über die Serotoninrezeptoren 5-HT1A und 5-HT2A, die endocannabinoid mitreguliert werden. Damit verschiebt sich die pharmakologische Adresse der Substanz weg vom Cannabinoidsystem hin zur Serotoninachse, an der auch Halluzinogene und mehrere Antidepressiva angreifen. Klinische Evidenz bleibt schmal, die mechanistische Plausibilität wächst, während der Markt CBD längst als Wellness-Tropfen verkauft hat. Die interessante Substanz ist nicht die im Hanfladen, sondern die im Rezeptor.

Was als Kifferabkömmling firmiert, ist pharmakologisch ein Serotoninwerkzeug. Der Laden verkauft das falsche Etikett.

Quelle: PubMed E-Utilities · DOI: 10.1007/s11064-026-04860-1

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