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Hellmuth

HELLMUTH · 2026-06-25 · 1 Min.

Suntory verlegt Lieferketten näher an den britischen Markt

Der japanische Getränkekonzern bindet 14,5 Millionen Pfund in seine britische Infrastruktur, weil die alte Logik des billigen Imports nicht mehr trägt.

Britische Getränkeregale wurden lange aus Containerströmen befüllt, deren Kalkulation auf stabilen Routen, billigem Diesel und kalkulierbaren Zöllen beruhte. Diese Grundlage ist erodiert. Suntory, Eigentümer von Lucozade und Ribena, steckt 14,5 Millionen Pfund in den britischen Standort und zieht damit Produktionsschritte näher an den Endmarkt.

Das Investment ist kein Bekenntnis zum Vereinigten Königreich, sondern eine Versicherung gegen Brexit-Friktionen, Energiekosten und Frachtraten, die seit 2021 in Schüben aus dem Ruder laufen. Wer Limonade in nennenswerter Stückzahl verkaufen will, muss heute Resilienz einpreisen, nicht Skaleneffekte ferner Werke. Die Logik der globalen Optimierung weicht der Logik der kurzen Wege.

Für Wettbewerber wie Coca-Cola Europacific Partners und Britvic setzt das einen Maßstab, an dem sich Kapitalpläne der nächsten Jahre messen lassen müssen. Sichtbar wird das im Regal erst später, spürbar in den Margen früher.

Globalisierung war ein Versprechen über Distanz. Sie wird gerade zurückgefaltet, Standort für Standort.

Quelle: Beverage Daily

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