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Hellmuth

HELLMUTH · 2026-06-21 · 1 Min.

Matcha als Diätpulver

Die thailändische Marke Chame stellt mit Uchi Matcha Latte ein Getränkepulver vor, das Antioxidantien-Romantik mit Fettverbrennungsversprechen koppelt.

Matcha war im Westen lange das ruhige Gegenbild zum Kaffee, ein Ritualgetränk mit Tee-Aura. In Südostasien wird daraus jetzt ein Funktionsprodukt. Chame verspricht, dass tägliche Einnahme über zwölf Wochen den Fettstoffwechsel unterstützt und viszerales sowie subkutanes Fett reduziert. Damit verlässt das Getränk den Bereich des Tees und wandert in die Kategorie der Schlankheitspulver, die in Thailand traditionell als »Detox« und »Burn« firmieren. Die Antioxidantien-Erzählung dient dabei als seriöser Mantel über einer schlicht kommerziellen Diätlogik. Wer Matcha trinkt, soll glauben, ein Kulturgut zu konsumieren, während er ein Stoffwechselprodukt schluckt. Die Klinik der Studie bleibt ungenannt, das Marketing präzise.

Matcha wird zur Diätpille mit Teezeremonie-Etikett. Die Aura wird verkauft, die Wirkung versprochen, das Ritual bleibt auf der Strecke.

Quelle: Mini Me Insights

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